Afrikanische Schwarze Seife

Pflege und Gesundheit für die Haut: Schwarze Seifen liegen im Trend
Es gibt unterschiedliche Wege, die Haut zu säubern, sie anschließend zu pflegen, sie gegen Alterungsprozesse zu schützen und ihr bei akuten sowie chronischen Wunden zu helfen. Doch was wäre, könnte ein Produkt alleine diese Wünsche erfüllen? Was ein wenig utopisch klingen mag, ist in Afrika längst allgemein bekannt. Von dort nämlich stammt die sogenannte Schwarze Seife, die sich auch in Europa in den letzten Jahren auf dem Markt etabliert hat. Worum genau handelt es sich dabei aber, welche Eigenschaften besitzt die Seife und worauf ist bei ihrem Kauf zu achten?

 


Schwarze Seife – was ist das eigentlich?

Seit unseren ersten Vorfahren haben wir Menschen stets Unterschiedliches ausprobiert, um unseren Körper zu reinigen und zu pflegen. Jede Kultur auf jedem Kontinent hat sich dabei der regionalen Rohstoffe bedient – pflanzliche und tierische Materialien kamen dafür zum Einsatz, wurden in ihrer Form verändert, mit anderen Zusatzstoffen verfeinert und haben sich zuweilen bis heute erhalten können. Und immer wieder lassen sich Produkte finden, die sogar in der modernen Zeit noch genauso hergestellt werden wie vor Jahrhunderten. Vielleicht mag sich hier und da die Rezeptur ein wenig verändert haben, doch die wohltuenden Eigenschaften für Körper und Geist blieben erhalten.


Zu diesen traditionellen Pflegemitteln gehört die Schwarze Seife. Sie wurde bereits vor Jahrtausenden auf dem afrikanischen Kontinent hergestellt und ist auch heute noch in Ländern wie Ghana und Nigeria sehr beliebt. Dort wiederum wachsen hohe Bananenbäume und Kokospalmen, die den Grundstoff der Seife liefern. Doch diese wird in Afrika nicht alleine als Mittel zur Reinigung verwendet. Vielmehr werden ihr medizinische Wirkungen zugeschrieben, die sich vor allem auf die Vorbeugung, die Pflege sowie die Behandlung von Wunden der Haut beziehen. Die Schwarze Seife kann daher bei Sonnenbränden, Ekzemen, der Akne oder sonstigen akuten und chronischen Leiden zum Einsatz kommen.



Welche Rohstoffe werden für die Schwarze Seife verwendet?
Die wichtigsten Ausgangsprodukte für die Schwarze Seife liefern Bananenschalen und die Blätter der Kokospalmen. Diese werden zunächst getrocknet und anschließend verbrannt – die daraus gewonnene Asche wird mit Palmöl oder mit Kokosfett vermischt. Ebenso können Wasser und weitere Zutaten wie etwa Sandelholz hinzugegeben werden. Oft handelt es sich dabei um regionale Spezialitäten, doch auch bekanntere Inhaltsstoffe wie die Shea Butter lassen sich bei der Herstellung oft finden. Die fertige Paste wird anschließend über mehrere Stunden hinweg steif geschlagen und anschließend abermals getrocknet. Die Rohmasse wird nun in kleine Seifenstücke geschnitten, die bequem in der Hand liegen.

Darüber hinaus können insbesondere in der heutigen Herstellung der Schwarzen Seife auch Rohstoffe aus der Natur verwendet werden, die in der originalen Rezeptur keine Anwendung finden. Oft handelt es sich dabei um Honig, tierische Fette oder Auszüge aus unterschiedlichen Getreidepflanzen. Eine solche Veränderung der Bestandteile muss übrigens kein Nachteil sein – zuweilen handelt es sich hier lediglich um regionale Eigenarten. Von dieser traditionellen Form des Anmischens wird in der modernen Produktion allerdings teilweise abgewichen. Denn natürlich haben sich auch für die Schwarze Seife längst die preiswerten Chemikalien wie etwa das Glycerin und feine Duftstoffe etabliert. Von solchen Seifen ist indes abzuraten.


Wie wirkt die Schwarze Seife?

Wer auf die traditionelle Seife zurückgreift, wird somit ein rein natürliches Produkt erhalten, das auf jegliche chemische Zusätze verzichtet. Dieses Mittel zur Hautpflege liegt komfortabel in der Hand und bildet unter Zugabe von Wasser einen cremigen Schaum, der bei Kontakt mit der Haut sofort in die Poren eindringt und dort Fette sowie Verunreinigungen bindet. Die Einwirkzeit darf übrigens mehrere Sekunden betragen, ohne dass Irritationen der Haut auftreten. Bereits nach wenigen Anwendungen stellt sich ein reiner Teint ein. Zudem wird die Durchblutung der Haut angeregt. Selbst ein blasses Antlitz wirkt nach einigen Tagen vital und rosig.


Vorteilhaft stellt sich der hohe Gehalt des Vitamins E in der Seife ein. Der lebenswichtige Baustein hilft etwa dabei, die Feuchtigkeit in den Hautzellen zu regulieren und somit einem Austrocknen entgegenzuwirken. Besonders wichtig ist das an jenen Tagen im Jahr, an denen wir extremen Temperaturen ausgesetzt sind. Nicht alleine im Sommer, wo wir nach der Verwendung der Schwarzen Seife durchaus einmal auf die Sonnencreme verzichten können. Ebenso aber im Winter, wo zwischen den oft überheizten Räumen und der frostigen Außenluft ein enormer Unterschied besteht, der die Haut schon nach wenigen Minuten erheblich reizen kann. Auch diesen Symptomen beugt die Seife vor.


Welche sonstigen Effekte treten auf?

Von diesen Vorteilen der ein- bis mehrmaligen Anwendung müssen jene Erfahrungen getrennt werden, die sich nach einem Gebrauch der Seife einstellen, der über viele Monate oder sogar Jahre vorgenommen wird. Oft zeigt sich auch hier, dass die Haut einen gesunden und gut geröteten Eindruck hinterlässt. Verfärbungen verblassen, zuvor ins Auge stechende Male können über einen langen Zeitraum hinweg durchaus an Dominanz verlieren. Darüber hinaus werden die Poren verfeinert, es gelingt eine Balance aus trockenen und fettigen Hautbereichen. In der Folge treten Pickel, Rötungen und Ekzeme seltener auf – auch die Akne lässt sich mindern.


Ein weiterer Effekt in der langfristigen Anwendung stellt sich durch die verlangsamte Alterung der Zellen ein. Die Seife schützt die Haut vor den aggressiven UV-Strahlen des Sonnenlichts, wodurch sich über die Jahre eine geringere Neigung zur Faltenbildung und zum Ausprägen von sichtbaren Altersflecken entwickelt. Die Haut bleibt elastisch und vital – auch eine positive Wirkung auf Tränensäcke, Schlupflider und hängende Mundwinkel lässt sich feststellen. Allerdings ist die Schwarze Seife kein Allheilmittel. Ihre Stärken kann sie nur dort ausspielen, wo ohnehin ein gesunder Lebenswandel gepflegt wird, der neben einer hochwertigen Ernährung auf ein ausreichendes Maß an Ruhe und Entspannung abstellt.


Ersetzt die Schwarze Seife andere Kosmetika?

Natürlich hat sich die Schwarze Seife in den letzten Jahren, da sie in Europa einem breiten Käuferkreis zur Verfügung gestellt wurde, einen bekannten Namen erworben. Mehr noch, der Seife eilt der Ruf voraus, neben der Pflege auch eine Gesundung der Haut zu ermöglichen. Das mag richtig sein, allerdings sollten chronischen Hautkrankheiten zunächst durch einen Facharzt begutachtet werden. Die Seife kann hier zwar einen positiven Effekt auslösen und insbesondere bei einer langfristigen Anwendung durchaus zur Linderung der Symptome beitragen. Dennoch wäre es falsch, würden Betroffene einzig der Seife vertrauen und notwendige Medikamente künftig nicht mehr verwenden.


Anders hingegen sieht es beim Gebrauch von Kosmetika aus. Insbesondere Cremes und Lotionen, die die Haut mit reichen Inhaltsstoffen nähren sollen, sind bei der dauerhaften Anwendung der Schwarzen Seife weitgehend überflüssig. Da sie die Durchblutung der Zellen anregt und somit eine regelmäßige Erneuerung der obersten Hautschicht fördert, kann die Seife auch als Ersatz für zuweilen sehr teure Peelings in Betracht kommen. Doch damit sind noch längst nicht alle Vorzüge aufgezählt. Denn die Schwarze Seife kommt neben der Haut- auch für die Haarpflege zum Einsatz, wodurch der zusätzliche Kauf von Shampoos und Conditionern künftig nicht mehr allzu oft vorgenommen werden muss.


Kann die Schwarze Seife auch Nebenwirkungen auslösen?

Dank ihrer natürlichen Inhaltsstoffe gilt die Schwarze Seife als sehr mild – sie wird sogar bei Neugeborenen angewendet. Allerdings regt sie zugleich den Stoffwechsel der Haut stark an. Wer die Schwarze Seife zuvor noch nicht benutzt hat, kann bei den ersten Versuchen also durchaus ein leichtes Spannen auf den behandelten Hautpartien spüren. Auch geringfügige Rötungen und kleinere Ekzeme können auftreten – diese Symptome deuten aber in der Regel die tiefe Reinigungswirkung der Seife an, die die Poren gänzlich säubert. Innerhalb weniger Tage sollten derlei Makel ohne weiteres Zutun abgeklungen sein.


Echte Nebenwirkungen kennt die Schwarze Seife dagegen nicht. Und doch ist bei einigen Menschen eine gewisse Vorsicht geboten: Da für die Herstellung der Seife vorwiegend rein natürliche Inhaltsstoffe verarbeitet werden, kann gegen diese immer auch eine Unverträglichkeit vorliegen. Bekannt sind etwa Allergien gegen die Schalen der Bananen, gegen das Kokosöl oder gegen die Palmenblätter. Liegt hier keine Gewissheit vor, sollte vor der ersten Anwendung das Gespräch mit dem Kosmetiker oder einem Hautarzt geführt werden. Dabei wäre zu klären, ob die Unverträglichkeit einer regelmäßigen Nutzung der Seife im Wege steht. Erfahrungsgemäß liegen aber nur in seltenen Ausnahmefällen gute Gründe vor, auf das Naturprodukt zu verzichten.



Worauf ist beim Kauf zu achten?


Trotz etwaiger Unverträglichkeiten überwiegen somit die Vorteile der Schwarzen Seife. Sie lässt sich mittlerweile in diversen Drogerien und Kosmetikshops finden. Allerdings ist dabei für Laien nicht immer erkennbar, welche Qualität die Seife besitzt. Hier gilt zunächst, dass diese einen hellen Braunton in der Färbung erkennen lassen sollte. Die Seifenstücke präsentieren sich etwas unförmig, liegen aber samtig und bequem in der Hand. Der Geruch umfasst natürliche Noten, die einen erdigen Charakter beinhalten – auch Aromen von Früchten und Nüssen sind möglich. Liegen diese Eigenschaften vor, handelt es sich in der Regel um ein handgefertigtes Stück der Seife aus Afrika.

Davon zu trennen sind die oft in genormte Formen gepressten Seifen, die einen tiefen Schwarzton aufweisen und die den Duft von Blumenblüten versprühen. Solche Produkte werden fast ausnahmslos in europäischen Großfabriken hergestellt – und haben mit der traditionellen Schwarzen Seife nichts mehr gemein. Doch es lohnt sich, auf die Qualität zu achten und das afrikanische Original zu erwerben. Neben den bereits erwähnten Eigenschaften sollte es über ein Zertifikat verfügen, das den Fairen Handel erkennen lässt. Nur so ist sichergestellt, dass die afrikanischen Produzenten, die ihre Schwarze Seife zumeist in Bio-Qualität der höchsten Güte herstellen, auch am Gewinn der Verkaufssumme beteiligt werden.

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