Leinöl – für die optimale Omega-3-Versorgung

Leinöl ist nicht einfach nur ein Lebensmittel. Es ist einer der besten Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren, die für den Körper und die menschliche Gesundheit unverzichtbar sind. Gleichzeitig ist ein Omega-3-Mangel heutzutage weit verbreitet, weil die durchschnittliche Ernährung nur wenig von diesen Fettsäuren enthält. Dabei ist es gar nicht so schwer, den Tagesbedarf mithilfe des aus Leinsamen gewonnenen Pflanzenöls zu decken.

 

Leinöl Herstellung

Leinöl ist dunkelgelb und hat einen nussigen, leicht herben Geschmack. Damit es seine volle Wirkung entfalten kann und die enthaltenen Vitamine nicht zu Schaden kommen, muss es kalt, bei maximal 40 Grad gepresst werden. Zudem vermeiden Sie auf diese Weise industrielle Verunreinigungen. Werden Öle bei höheren Temperaturen gepresst, entstehen Verbindungen, die hinterher mittels Lösungsmittel wieder entfernt werden müssen. Ein kaltgepresstes Öl dagegen ist weder extrahiert noch raffiniert. Es behält seine natürliche Qualität und Form.

Leinöl - Reich an Omega-3-Fettsäuren

Leinöl enthält mehr Omega-3-Fettsäuren als Fisch. Während 100 Gramm eines fetten Seefisches wie Makrele, Hering und Thunfisch etwa 3 Gramm davon aufweisen, finden sich in 100 Gramm Leinöl zwischen 50 und 60 Gramm Omega-3-Fettsäuren. Das ist einerseits verständlich, weil Leinöl ein konzentriertes Fett ist, während Fisch neben Fischöl noch weitere Bestandteile hat. Andererseits ergibt sich daraus ein großer Vorteil. Sie können Ihren Bedarf an Omega-3-Fettsäuren sowie der darin enthaltenen Alpha-Linolensäure bereits mit einer kleinen Menge Leinöl decken – und zwar ohne auf tierische Produkte zurückzugreifen.

Leinöl - Wirkung auf die Gesundheit

Einer der wichtigsten Inhaltsstoffe des Leinöls ist die Alpha-Linolensäure. Diese ist ein lebensnotwendiger Nährstoff, welchen Ihr Körper eigenständig nicht herstellen kann. So fanden Forscher im Rahmen einer Studie heraus, dass sie sich positiv auf Cholesterinwerte auswirkt. Probanden, die über 3 Monate täglich drei Scheiben Leinsamenbrot und einen Esslöffel Leinöl zu sich nahmen, hatten am Ende deutlich niedrigere Werte des Gesamt- und LDL-Cholesterins.

Abgesehen von der positiven Wirkung auf die Blutfettwerte hemmt Alpha-Linolensäure auch Entzündungen und reguliert den Blutdruck, wodurch Sie Krankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Thrombose vorbeugen. Zudem haben Omega-3-Fettsäuren eine äußerst positive Wirkung auf die Verdauung, die Blutzuckerwerte, das Herz-Kreislauf-System und das Gehirn. Selbst beim Vorbeugen von Depressionen kann Sie Leinöl unterstützen.

Leinöl - Diabetes vorbeugen

Auch Diabetes vermag Leinöl vorzubeugen, weil es die Blutzucker-Spitzenwerte nach den Mahlzeiten abschwächt. Das fand zumindest eine kanadische Studie heraus, in welcher die Teilnehmer täglich 90 Gramm geschrotete Leinsamen oder eine Mischung aus Leinöl und ganzen Leinsamen erhielten.

Gerade der starke Anstieg des Blutzuckers direkt nach den Mahlzeiten gilt als wesentlicher Faktor für das Entstehen von Diabetes. Indem Sie Leinsamen und Leinöl regelmäßig konsumieren, regulieren Sie also Ihren Blutzuckerspiegel und wirken der Entstehung von Diabetes aktiv entgegen. Selbst wenn Sie schon an Diabetes erkrankt sind, lässt sich die benötigte Insulinmenge durch einen regulierten Blutzuckerspiegel reduzieren.

Leinöl - Bessere Nierenwerte

Eine weitere Studie bestätigt, dass sich Leinöl auch auf chronisch nierenkranke Probanden positiv auswirkt. Über einen Zeitraum von zwei Jahren konnten sich die Nierenwerte der Teilnehmer deutlich verbessern. Untersuchungen an Ratten fanden außerdem heraus, dass an Nierenentzündung leidende und mit Leinöl gefütterte Tiere ihre Nierenfunktion sichtlich verbessern konnten.

Anti-Krebs-Ernährung mit Leinöl

Schon im 20. Jahrhundert wurde vielfach darauf hingewiesen, dass Leinöl aufgrund seiner zahlreichen positiven Wirkungen auf den Körper ein ausgezeichnetes Lebensmittel sei, um das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Basierend auf dieser Erkenntnis konnte Leinöl erfolgreich beim Kampf gegen Krebs im Rahmen einer speziellen Krebs-Diät eingesetzt werden. Diese beinhaltet neben reichlich Rohkost und Gemüsesäften auch den Verzehr von kaltgepresstem Leinöl, Hüttenkäse und Bio-Quark.


Weitere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe

Neben dem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren finden Sie im Leinöl noch viele weitere gesundheitlich relevante Stoffe. Hier wären vor allem die Polyphenole zu nennen, wichtige Vertreter der sekundären Pflanzenstoffe. Sie wirken antioxidativ und schützen Ihre Zellen vor negativen Einflüssen der freien Radikale.

Ebenfalls zu den sekundären Bestandteilen zugehörig und im Leinöl enthalten sind die Phytohormone (Lingane). Sie wirken ähnlich wie Östrogen, indem sie den Alterungsprozess deutlich verlangsamen. Zudem weisen sie eine antikarzinogene Wirkung auf und bieten präventiven Schutz vor Krebs.


Leinöl von bester Qualität

Wenn Sie möchten, dass Ihr Körper wirklich von den positiven Eigenschaften des Leinöls profitiert, achten Sie auf dessen Qualität. Zwar berichten manche Menschen, ihnen werde von Leinöl schlecht. Doch das trifft normalerweise nur auf ranzig gewordene Produkte zu.

Weil das Öl über einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren verfügt, kann die unsachgemäße Lagerung schnell zu ihrem Oxidieren führen und das Öl ungenießbar machen. Wichtig ist daher, Leinöl im Kühlschrank aufzubewahren und innerhalb von wenigen Wochen nach der Öffnung zu verbrauchen.

Ab dem Moment der Herstellung hat Leinöl eine Haltbarkeit von drei Monaten. Ist diese abgelaufen, sollten Sie das Öl nicht mehr verwenden. Kaufen Sie es nur dort, wo Sie davon ausgehen können, dass es frisch von der Ölmühle eintrifft und kühl und dunkel gelagert wird. In einem nicht gekühlten, hellen Verkaufsregal zu stehen schadet dem Leinöl. Berücksichtigen Sie auch, dass es aus einer kontrolliert biologischen Landwirtschaft stammt.


Wie Sie Leinöl anwenden können

Für das Leinöl gilt dasselbe wie für jede andere Heilpflanze auch: Die Menge macht das Gift. Mit einer zu hohen Dosis Leinöl schaden Sie Ihrer Gesundheit. Überschreiten Sie daher nicht die Menge von 100 Gramm pro Tag. Weil das Öl auf jeden Organismus anders wirkt, halten Sie sich zunächst an die empfohlene Verzehrmenge von drei Esslöffeln täglich.

Sie haben die Möglichkeit, das Leinöl pur aufzunehmen, beispielsweise morgens vor dem Frühstück. Besonders bei einer trägen Verdauung ist diese Vorgehensweise zu empfehlen. Falls Sie das Leinöl nicht auf diese Weise zu sich nehmen möchten, probieren Sie es einmal mit Kapseln. Täglich zwei Stück decken einen Großteil Ihres Omega-3-Bedarfs. Zudem eignen sich die Kapseln wunderbar für unterwegs und können jederzeit mit Wasser eingenommen werden.

Eine weitere Möglichkeit, das Leinöl nicht pur zu konsumieren, besteht darin, es zu kalten Speisen hinzuzufügen. Geben Sie einen bis zwei Esslöffel in einen Smoothie oder über einen Salat. Ebenso können Sie es im Anschluss an das Kochen über das Gemüse und die Kartoffeln geben. Besonders ratsam ist die Öl-Eiweiß-Kost. Wenn Ihnen eine hochwertige Quelle für Bio-Quark bekannt ist und Sie Milchprodukte vertragen, können Sie die Quark-Leinöl-Speise in Ihre Ernährung integrieren.


Äußere Anwendung

Leinöl liefert Ihrer Haut wertvolle Fettsäuren und bleibt elastisch und geschmeidig. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung schafft es außerdem Abhilfe bei trockener Haut oder Neurodermitis und findet häufiger in Cremes, Masken, Salben und Körperölen Anwendung.

Falls Sie Haarausfall bei sich feststellen, können Sie ebenfalls zu Leinöl greifen. Dieses regt zum einen durch das darin enthaltene Vitamin E das Wachstum der Haare an, zum anderen verhindert die Linolsäure die Umwandlung von Testosteron in DHT (Dihydrotestosteron), welcher als größter Auslöser für Haarausfall bei Männern gilt.

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